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AmBADO EP - FAQ

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Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne unter ambado-ep(a)bidaq.de eine Nachricht hinterlassen.

Die AmBADO muss für alle gesetzlich versicherten Patient:innen ausgefüllt werden, die in einer bayerischen Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) in der Erwachsenenpsychiatrie behandelt werden.

Zu Beginn jeder neuen Behandlung muss eingeschätzt werden, ob es sich bei der Ambulanzbehandlung voraussichtlich um eine Kurzbehandlung (bis zu drei Kontakte) handelt oder um eine längere Behandlung (mindestens vier Kontakte):

  • Bei Kurzbehandlungen kann die Kurzversion verwendet werden.
  • Bei Behandlungen, die sich über mehr als drei Kontakte (an unterschiedlichen Tagen) erstrecken, ist ausschließlich die Vollversion zu verwenden.
  • Lässt sich die Anzahl der Kontakte nicht genau einschätzen, kann in jedem Fall die AmBADO-Vollversion verwendet werden.

In diesem Fall ist die Kurzversion in eine Vollversion umzuwandeln.

In diesem Fall ist die Vollversion beizubehalten, da andernfalls bereits erfasste Daten verloren gehen können.

Ja, aufgrund unterschiedlicher Behandlungsszenarien kann die Kombination aus Kurz- und Langzeitbehandlung oder abgeschlossener Langzeitbehandlung und Beginn einer neuen Behandlung mit einem anderen Behandlungsfokus zu mehreren gültigen AmBADOs führen. Für Patient:innen, die ausschließlich Ambulanzleistungen im Rahmen von Kurzbehandlungen in Anspruch nehmen, sind drei oder mehr AmBADOs im Dokumentationsjahr denkbar.

Nein, das liegt im Ermessen des jeweiligen Behandlers/der jeweiligen Behandlerin, der/die zwischen den beiden folgenden Situationen unterscheiden muss, sobald ein Patient/eine Patientin nach einer abgeschlossenen Behandlung kurz darauf neu vorstellig wird:

  • Entweder handelt es sich um eine fehlgeschlagene Beendigung. Dann ist die Beendigungsdokumentation zu löschen und der Behandlungsfall wird fortgesetzt. Die Dokumentation der zunächst vermeintlich beendeten Behandlung wird weitergeführt.
  • Oder man betrachtet die alte Behandlung als abgeschlossen und beginnt nun eine neue (z. B. mit einem anderen Behandler/einer anderen Behandlerin oder einem neuen Fokus) und dokumentiert diese, je nach erwarteter Terminanzahl, als Kurz- oder Vollversion.

Für jeden Patienten/jede Patientin, für den/die Ambulanzleistungen im Dokumentationsjahr abgerechnet wurden, muss mindestens eine AmBADO erstellt werden.
Ausnahme:
Eine im vierten Quartal des Dokumentationsjahres fällige Jahresaktualisierung kann nicht erfolgen, weil der Patient/die Patientin im vierten Quartal keine Ambulanzleistung in Anspruch genommen hat. Die Behandlung wird im Folgejahr fortgesetzt, ohne dass es eine Unterbrechung von zwei leistungsfreien Quartalen gab. In diesem Fall gibt es keine AmBADO für das Dokumentationsjahr.

Dann soll die Jahresaktualisierung beim ersten Patientenkontakt (bei der ersten Leistungserbringung) im darauffolgenden Quartal vorgenommen werden. Die Fälligkeit der nächsten Jahresaktualisierung verschiebt sich damit ebenfalls um ein Quartal nach hinten.

Bei zwei aufeinanderfolgenden Quartalen ohne Patientenkontakt muss rückwirkend eine Beendigungsdokumentation erstellt werden. Als Beendigungszeitpunkt der PIA-Behandlung gilt das „Datum der letzten Leistungserbringung“ (z. B. letzter Kontakt mit dem Patienten/der Patientin). Die Fragen im Beendigungsteil beziehen sich auf den Zeitpunkt des letzten Patientenkontakts und müssen bei fehlender Information mit „unbekannt/unklar“ beantwortet werden.

In diesem Fall steht im „Datum Behandlungsbeginn“ das Datum der neuen Behandlung und nicht das Datum, an dem der Patient/die Patientin das erste Mal in Behandlung aufgenommen wurde.
Als „Kontaktart“ sind dann nur noch

  • „Wiederaufnahme nach Ablauf von zwei leistungsfreien Quartalen“,
  • „Wiederaufnahme vor Ablauf von zwei leistungsfreien Quartalen“ und
  • „unbekannt/unklar“

zulässig.

In diesem Fall ist „Sozialhilfe/Grundsicherung“ anzugeben. Gemäß Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gilt seit 01.01.2023 Folgendes:
„Es gibt in der Grundsicherung für Arbeitsuchende nicht mehr entweder Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, sondern einheitlich Bürgergeld.“*
* www.bmas.de/DE/Arbeit/Grundsicherung-Buergergeld/Buergergeld/uebersicht-buergergeld-regelungen.html